NFT-Steuern in Österreich 2026 – Verkauf, Minting und Royalties
NFTs sind zurück, und mit ihnen die Fragen: Wie versteuere ich einen NFT-Verkauf? Was ist Minting steuerlich? Wie funktionieren Royalties? Hier ist die komplette Anleitung für österreichische NFT-Trader.
NFT-VERKAUF: Kapitalgewinne, nicht anders als Krypto
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Jetzt berechnen →Wenn du einen NFT kaufst und später verkaufst, ist der Gewinn/Verlust ein Kapitalgewinn/-verlust. Das gehört in die E1kv.
Beispiel:
- Du kaufst einen NFT für EUR 2.000 (in ETH, aber in EUR umgerechnet)
- Du verkaufst ihn später für EUR 5.000
- Kapitalgewinn: EUR 3.000
- Das gehört in die E1kv, Zeile für "NFT-Verkauf" oder "Kunstwerk"
Das Problem: Welche Beschreibung?
Die E1kv verlangt "Beschreibung des Assets". Was schreibst du da?
Praktisch: "NFT: [Name des Projects]" oder "Digitale Kunst auf OpenSea".
Hauptsache, es ist verständlich und nachverfolgbar (mit Hash oder OpenSea-Link).
MINTING: Das ist EINKOMMEN, nicht Kapitalgewinn
Das ist der häufigste Fehler. Viele denken: "Ich minze einen NFT, also ist das ein Kunstwerk, das ich später verkaufe, also Kapitalgewinn."
Nein. Das Minting selbst ist Einkommen (if you're the creator).
Beispiel:
- Du minzt einen NFT und verkaufst ihn sofort für EUR 1.000 (= EUR 1.000 Gas + EUR 1.000 Erlös)
- Das ist EUR 1.000 Einkommen (nicht Kapitalgewinn)
- Das gehört in Line 27 (Sonstige Einkünfte)
Die Unterscheidung: Künstler vs. Trader
Wenn du:
- Künstler: NFTs erstellst und verkaufst → Einkommen aus selbständiger Tätigkeit → Line 23 (Selbständige Arbeit) + ggf. Gewerbeanmeldung
- Trader: NFTs kaufst und verkaufst → Kapitalgewinne → E1kv
Das kann unterschiedlich besteuert werden (und es geht auch Richtung "Gewerbebetrieb" - Artikel #6).
ROYALTIES: Einkommen, nicht Kapitalgewinn
Wenn dein NFT verkauft wird und du erhältst eine Royalty-Zahlung, ist das Einkommen (Line 27).
Beispiel:
- Du erstellst einen NFT, setzt 10% Royalty
- Jemand verkauft deinen NFT später für EUR 10.000
- Du erhältst EUR 1.000 Royalty
- Das ist EUR 1.000 Einkommen, nicht Kapitalgewinn
Die wichtige Unterscheidung: Privat vs. Gewerblich
Das ist wieder die große Frage (#6, aber auch hier relevant): Ist deine NFT-Aktivität privat (= Kapitalgewinne) oder gewerblich (= Einkommen, USt, Betriebsausgaben)?
Wenn du monatlich NFTs mintest und verkaufst: Das sieht nach Gewerbe aus.
Wenn du einen einmalig einen NFT mintest: Das ist privat.
Gas-Gebühren: Betriebsausgaben
Die Kosten für Gas, Minting, etc. sind Betriebskosten. Du kannst sie abziehen.
Beispiel:
- Du mintest einen NFT: EUR 50 Gas
- Du verkaufst ihn für EUR 1.000: EUR 50 + EUR 25 Gas = EUR 75 Kosten
- Netto-Einkommen: EUR 925
OpenSea und andere Marktplätze
OpenSea (und andere Marktplätze) sind für österreichische Nutzer nicht FinanzOnline-integriert. Du musst die Transaktionen manuell tracken.
Was brauchst du?
- Transaction Hash oder Screenshot
- Kaufpreis, Verkaufspreis (in EUR umgerechnet)
- Datum (für Haltedauer)
2026 Strategie für NFT-Nutzer in Österreich
Dokumentiere alles (blockchain is forever), unterscheide zwischen Minting (= Einkommen) und Trading (= Kapitalgewinne), und wenn du regelmäßig tätig wirst, sprich mit einem Steuerberater über "Gewerbebetrieb".
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Jetzt kostenlos starten →Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zur allgemeinen Information und stellt keine Steuerberatung dar. Für individuelle Steuerberatung wende dich an einen zugelassenen Steuerberater.