NFT Steuern 2026 – Wann und wie NFT-Gewinne versteuert werden
NFTs (Non-Fungible Token) sind steuerlich wie andere Kryptowährungen zu behandeln – mit einigen Besonderheiten. Dieser Artikel erklärt, wie Kauf, Verkauf, Minting und Royalties in Deutschland und der Schweiz 2026 besteuert werden.
NFTs in Deutschland: Grundprinzip
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Jetzt berechnen →In Deutschland gelten NFTs als sonstige Wirtschaftsgüter gemäß § § 23 EStG – genauso wie Bitcoin oder Ethereum. Das bedeutet:
- Haltefrist unter 1 Jahr: Gewinn aus NFT-Verkauf ist voll steuerpflichtig
- Haltefrist über 1 Jahr: Gewinn ist steuerfrei
- Freigrenze: 1.000 € für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen
NFT-Kauf: Was gilt als Anschaffungskosten?
Beim Kauf eines NFTs (z. B. mit ETH) entsteht gleichzeitig ein steuerliches Ereignis:
- Der Kauf ist eine Veräußerung der verwendeten ETH (steuerpflichtig wenn Haltedauer unter 1 Jahr)
- Die Anschaffungskosten des NFTs entsprechen dem Marktwert der bezahlten ETH zum Kaufzeitpunkt
- Gas-Kosten können zu den Anschaffungskosten hinzugerechnet werden
Beispiel: Kauf eines NFTs für 2 ETH (Wert: 4.000 €). Die 2 ETH wurden zuvor für 3.000 € gekauft und weniger als 1 Jahr gehalten → Gewinn aus ETH-Verkauf: 1.000 €, steuerpflichtig.
NFT-Verkauf: Gewinnberechnung
Beim Verkauf eines NFTs:
- Verkaufserlös (in EUR zum Tageskurs) minus Anschaffungskosten = Gewinn oder Verlust
- Haltedauer ab Kaufdatum des NFTs bestimmt Steuerpflicht
- Auch Verluste aus NFT-Verkäufen können mit anderen § 23-Gewinnen verrechnet werden
Beispiel: NFT für 4.000 € gekauft, nach 8 Monaten für 7.000 € verkauft → Gewinn: 3.000 €, steuerpflichtig. Nach 14 Monaten: steuerfrei.
NFT Minting: Steuerliche Behandlung
Das Erstellen (Minting) eines NFTs ist grundsätzlich kein steuerpflichtiger Vorgang. Erst der Verkauf des selbst erstellten NFTs löst Steuerpflicht aus:
- Privatanleger: Erlös aus dem Erstverkauf eines selbst erstellten NFTs gilt als sonstige Einkünfte (§ § 22 EStG), nicht als Veräußerungsgewinn
- Gewerblich tätige Künstler: Einnahmen aus NFT-Verkäufen sind als gewerbliche Einkünfte zu versteuern (§ § 15 EStG)
- Die Abgrenzung hängt von Häufigkeit, Systematik und Gewinnerzielungsabsicht ab
Royalties: Laufende Einnahmen
Viele NFT-Projekte zahlen dem ursprünglichen Ersteller eine prozentuale Gebühr bei jedem Weiterverkauf (Royalties):
- Royalties gelten als laufende Einkünfte (§ § 22 EStG oder § § 15 EStG je nach Umfang)
- Steuerpflichtig zum Marktwert im Zeitpunkt des Zuflusses
- Müssen in der Steuererklärung als Einkünfte angegeben werden
NFT-Trading: Wann wird es gewerblich?
Wer häufig NFTs kauft und verkauft, kann als gewerblicher Händler eingestuft werden:
- Dann unterliegen alle Gewinne der Einkommensteuer – unabhängig von der Haltedauer
- Kein Haltefristprivileg mehr
- Außerdem evtl. Gewerbesteuerpflicht
- Indizien: hohe Transaktionsfrequenz, kurzfristige Haltedauern, professionelle Tools
Schweiz: NFT-Besteuerung
In der Schweiz gelten für NFTs grundsätzlich dieselben Regeln wie für andere Krypto-Assets:
- Kapitalgewinne für Privatanleger steuerfrei
- NFT-Bestände müssen in der Vermögenssteuererklärung deklariert werden (Wert zum 31.12.)
- Royalties und Minting-Einnahmen sind steuerbares Einkommen
- Gewerbsmäßiger NFT-Handel: Gewinne als Einkommen steuerpflichtig
Praktische Tipps für NFT-Anleger
- Kaufdatum und Kaufpreis (in EUR) jedes NFTs dokumentieren
- Gas-Kosten separat erfassen – können Anschaffungskosten erhöhen
- Royalty-Zahlungen laufend erfassen
- Bei vielen NFT-Transaktionen: Tool wie CoinTaxReporting nutzen, das On-Chain-Daten direkt importiert
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