Krypto-Verluste steuerlich absetzen in Österreich – Verlustvortrag & Verrechnung
Viele österreichische Trader haben 2025 Verluste gemacht. Die gute Nachricht: Diese Verluste sind wertvoll. Du kannst sie mit Gewinnen verrechnen – jetzt oder später. Hier ist wie.
Der grundlegende Mechanismus: Gewinne - Verluste = Steuerpflichtiger Gewinn
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Jetzt berechnen →Wenn du EUR 20.000 Gewinne und EUR 15.000 Verluste hast, zahlst du nur auf EUR 5.000 Steuern.
Das ist eigentlich logisch und gerecht. Aber viele Österreicher wissen nicht, wie man das konkret macht.
Wie trägst du Verluste in die E1kv ein?
Die E1kv hat zwei Spalten: "Gewinn" und "Verlust".
Du trägst jeden Trade separat ein.
Beispiel:
- Zeile 1: Bitcoin EUR 5.000 Gewinn
- Zeile 2: Ethereum EUR 8.000 Verlust
- Zeile 3: Litecoin EUR 2.000 Gewinn
Die Software (oder das Finanzamt) addiert automatisch: EUR 7.000 Gewinne - EUR 8.000 Verluste = EUR -1.000 Netto-Verlust
Verlustvortrag: Der Jahres-Verlust geht ins nächste Jahr
Wenn du 2025 einen Netto-Verlust von EUR 10.000 hast, kannst du diesen Verlust ins Jahr 2026 vortragen.
Beispiel:
- 2025: EUR 10.000 Verlust
- 2026: EUR 15.000 Gewinn
- Verrechnung: EUR 15.000 - EUR 10.000 = EUR 5.000 steuerpflichtiger Gewinn 2026
Das ist praktisch und spart Steuern.
Tax Loss Harvesting: Verluste strategisch realisieren
Das ist eine clevere Strategie: Du realisierst Verluste strategisch, um Gewinne zu senken.
Beispiel:
- Bitcoin: EUR 3.000 unrealisierter Verlust
- Ethereum: EUR 5.000 unrealisierter Gewinn
Aktion: Du verkaufst deinen Bitcoin jetzt (realisierst den EUR 3.000 Verlust), dann sofort Bitcoin Cash oder Litecoin (andere Coins – wichtig!)
Resultat: Du reduzierst deinen steuerpflichtigen Gewinn um EUR 3.000.
WICHTIG: Wash Sale Rule in Österreich
Österreich hat KEINE Wash Sale Rule für Krypto (anders als Deutschland oder die USA).
Das heißt: Du kannst Bitcoin mit Verlust verkaufen und sofort wieder Bitcoin kaufen – und der Verlust zählt trotzdem.
Das ist ein großer Vorteil für Österreich!
Verlustbegrenzung: Gibt es eine?
In Österreich gibt es KEINE jährliche Verlustbegrenzung (wie in den USA: max. USD 3.000/Jahr).
Du kannst unbegrenzt Verluste verrechnen.
Wie lange kannst du Verluste tragen?
Theoretisch unbegrenzt. Aber praktisch musst du nachweisen können, dass die Verluste aus dem speziellen Jahr stammen.
Nach 7 Jahren (Verjährungsfrist in Österreich) kannst du alte Verluste nicht mehr vortragen.
Praktisches Beispiel: 2025 Verluste nutzen
Szenario: Du hast EUR 20.000 Verluste in 2025.
In 2026 machst du EUR 50.000 Gewinn.
Steuererklärung 2026:
- E1kv: EUR 50.000 Gewinn
- + Anmerkung: EUR 20.000 Verlustvortrag aus 2025
- = EUR 30.000 steuerpflichtiger Gewinn 2026
Das spart dir EUR 20.000 × 42% = EUR 8.400 Steuern.
2026 Strategie
Wenn du Verluste aus 2025 hast, dokumentiere sie jetzt in deiner Steuererklärung 2025. Dann kannst du sie 2026 nutzen. Und wenn du mit Verlusten handeln kannst (Harvest deine Verluste aktiv), mach das jetzt – mit Ablauf 2026.
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