Veröffentlicht am 22. März 2026 · CoinTaxReporting

USDT & USDC Steuern Deutschland: Sind Stablecoins wirklich steuerfrei?

Viele Krypto-Anleger denken: Stablecoins sind immer 1:1 zum Dollar – da gibt es nichts zu versteuern. Das stimmt meistens. Aber eben nicht immer. Und "meistens" reicht dem Finanzamt nicht. Hier kläre ich auf, wann USDT und USDC in Deutschland steuerpflichtig sind – und wann nicht.

Sind USDT und USDC Kryptowährungen im steuerlichen Sinne?

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Ja. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) behandelt Stablecoins wie USDT (Tether) und USDC (Circle) als "andere Wirtschaftsgüter" – genauso wie Bitcoin oder Ethereum. Das bedeutet: Die allgemeinen Krypto-Steuerregeln gelten auch für Stablecoins.

Was bedeutet das konkret? Wenn du BTC gegen USDT tauschst, ist das ein Verkauf von BTC – steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust. Wenn du dann USDT gegen ETH tauschst, ist das ein Verkauf von USDT. Und da der USDT-Preis nicht immer exakt $1,00 ist...

Kursgewinne bei Stablecoins: Klein, aber vorhanden

In der Praxis ist USDT oder USDC so gut wie immer $1,00 wert. Aber "so gut wie" bedeutet: Es gibt mikroskopische Kursschwankungen. Wenn du USDT bei einem EUR/USD-Kurs von 1,08 kaufst und bei 1,05 verkaufst, gibt es einen kleinen Gewinn oder Verlust in Euro.

Theoretisch ist das steuerpflichtig. Praktisch ist der Betrag so minimal, dass es kaum relevant wird. Trotzdem: Korrekt ist korrekt.

Freigrenze: Wann Stablecoin-Gewinne steuerfrei sind

Die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte liegt bei 1.000 Euro pro Jahr (seit 2024). Alle Krypto-Gewinne – auch aus Stablecoins – zählen zusammen. Wenn deine gesamten Krypto-Gewinne unter 1.000 Euro bleiben, zahlst du nichts. Diese Freigrenze gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte mit Krypto.

Staking mit USDT/USDC: Das ist steuerpflichtig

Wenn du USDT oder USDC verleihst (z.B. auf Aave, Compound oder zentral auf Binance Earn) und dafür Zinsen erhältst, sind diese Zinsen sofort steuerpflichtig – unabhängig von Haltefristen. Sie werden als Einkünfte nach § § 22 EStG behandelt. Keine Freigrenze außer dem allgemeinen Sparerpauschbetrag (801 Euro) – aber das gilt nur für "Kapitalerträge", und ob Krypto-Staking darunter fällt, ist noch nicht endgültig geklärt.

Was das für die Steuererklärung bedeutet

Wenn du viele USDT/USDC-Transaktionen hast (z.B. als Handelspaar oder Liquiditätspuffer), solltest du sie korrekt in deiner Steuersoftware erfassen. CoinTaxReporting berechnet automatisch eventuelle Kursgewinne bei Stablecoin-Transaktionen und nimmt sie in den Gesamtreport auf. Meistens kommt dabei null oder nahezu null heraus – aber du bist auf der sicheren Seite.

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zur allgemeinen Information und stellt keine Steuerberatung dar. Für individuelle Steuerberatung wende dich an einen zugelassenen Steuerberater.