eToro Steuern in Deutschland: Was du wissen musst
eToro ist beliebt – aber steuerlich ist die Plattform eine kleine Herausforderung. Warum? Weil du dort gleichzeitig CFDs, echte Aktien UND echte Kryptowährungen handeln kannst. Und die werden alle unterschiedlich besteuert. Kein Witz. Bevor du deinen Steuerreport herunterlädst und denkst, du bist fertig, lies das hier kurz durch.
CFDs vs. echte Krypto bei eToro – ein wichtiger Unterschied
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Jetzt berechnen →Das ist der Punkt, an dem viele stolpern. Bei eToro kannst du Krypto als CFD handeln oder als echten Coin kaufen. Der Unterschied? Beim CFD besitzt du den Coin nicht wirklich – du spekulierst nur auf den Kurs. Das bedeutet steuerlich: CFD-Gewinne fallen unter Abgeltungssteuer (25% + Soli), genau wie Aktien-CFDs.
Echte Kryptowährungen bei eToro unterliegen dagegen § § 23 EStG – also dem privaten Veräußerungsgeschäft. Hier gilt die 1-Jahres-Haltefrist. Hältst du länger als 12 Monate, sind Gewinne steuerfrei. Das ist ein massiver Unterschied. Prüf in deinem eToro-Konto also unbedingt, was du wirklich gekauft hast.
Den Steuerbericht bei eToro herunterladen
eToro bietet einen CSV-Export deiner Transaktionen an. Den findest du unter: Profil → Portfolio → Kontoverlauf → Alles anzeigen → Exportieren. Du kannst einen Zeitraum wählen und erhältst eine CSV-Datei mit allen Trades, Dividenden und Zinsen.
Das Problem: Der eToro-Export ist nicht direkt fürs Finanzamt gemacht. Er listet Transaktionen auf, aber berechnet keine Gewinne nach FIFO oder einem anderen anerkannten Verfahren. Du musst die Daten also aufbereiten – entweder manuell (viel Spaß dabei) oder mit einem Tool wie CoinTaxReporting.
FIFO bei eToro – wie das funktioniert
Das Finanzamt in Deutschland verlangt in der Regel die FIFO-Methode (First In, First Out) für Kryptowährungen. Das bedeutet: Die zuerst gekauften Coins gelten als zuerst verkauft. Wenn du also im Januar 1 BTC für 30.000€ und im März noch einen für 40.000€ gekauft hast und dann einen verkaufst, zählt der Januar-Kauf als Basis.
eToro selbst berechnet das nicht für dich. Du bekommst Rohdaten. Das kann bei vielen kleinen Trades sehr schnell sehr unübersichtlich werden. Kurz gesagt: Import in ein Steuer-Tool spart hier enorm viel Zeit.
DAC8 – was ändert sich für eToro-Nutzer?
Ab 2026 gilt in der EU die DAC8-Richtlinie. Plattformen wie eToro sind dann verpflichtet, Nutzerdaten (Namen, Adressen, Transaktionsvolumen) automatisch an die Steuerbehörden zu melden. eToro ist eine regulierte Plattform und wird das umsetzen.
Was bedeutet das für dich? Dein Finanzamt weiß bald automatisch, dass du bei eToro handelst und wie viel. Nicht deklarierte Gewinne werden zunehmend riskant. Die Selbstdeklaration ist die deutlich bessere Option.
eToro und CoinTaxReporting
Du kannst deine eToro-CSV-Exporte direkt in CoinTaxReporting importieren. Das Tool erkennt das Format, berechnet Gewinne und Verluste nach FIFO und erstellt einen Steuerreport, den du deinem Steuerberater oder direkt deiner Steuererklärung beilegen kannst. Krypto und Aktien-Dividenden werden dabei korrekt getrennt behandelt.
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Jetzt kostenlos starten →Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zur allgemeinen Information und stellt keine Steuerberatung dar. Für individuelle Steuerberatung wende dich an einen zugelassenen Steuerberater.